Das Unternehmen MARKGRAF im Zeitraffer

Die Anfänge

1932 gründet der Dipl.-Ing. Wilhelm Markgraf in Eger die Baufirma MARKGRAF. Der Krieg zerstört allerdings den anfänglichen Erfolg und macht alle Expansionspläne zunichte. 1946 entschließt sich der Pionier Wilhelm Markgraf zur Neugründung einer Einzelfirma in Immenreuth und legt damit den Grundstein für ein bedeutendes Unternehmen. Es folgen Jahre rasanten Wachstums, neue Geschäftsstellen in München und Mönchengladbach werden eröffnet.

Anfang der 1950-er Jahre realisiert die Baufirma bedeutende Projekte – darunter das Dienstgebäude der Bayerischen Vertretung in Bonn, Werkstatt- und Unterrichtsgebäude der US-Armee im Hunsrück sowie das Auswärtige Amt in Bonn unter der Leitung der Niederlassung Mönchengladbach. 1954 erfolgt die Umgründung in eine Kommanditgesellschaft. Ein Jahr später tritt der Sohn von Wilhelm Markgraf, Dr. Gerhard Markgraf, als Gesellschafter in das Unternehmen ein. Unter seiner Regie wird der Fokus auf weitere Expansion gelegt. Ab 1958 steht nicht mehr hauptsächlich bayerisches, sondern bundesweites Bauengagement im Vordergrund. Dr. Gerhard Markgraf beweist damit visionären Weitblick und ebnet den Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

„Ich erinnere mich an vielfältige Gespräche zwischen meinem Großvater und Vater, die gemeinsam eine grundlegende unternehmerische Philosophie entwickelt haben – mal lustige Unternehmensanekdoten, mal ernsterer Natur. Mein Großvater war schon eine Persönlichkeit, er hatte genaue Vorstellungen davon, wie das Unternehmen vorankommt und dabei Mitarbeiter und Gesellschaft gleichermaßen profitieren können.“

Rainer W. Markgraf
Geschäftsführender Gesellschafter bis zu seinem Tod am 18. März 2015

Die prägende Zeit

Die 1960-er Jahre sind geprägt von stetigem Wachstum und ständiger Expansion. So startet 1961 die eigene Produktion von Stahlbetonfertigteilen, fünf Jahre später wird mit dem Neubau des technischen Büros der Firma in Bayreuth begonnen – kurz darauf die Geschäftsleitung von Immenreuth nach Bayreuth verlegt.

Die 1970-er Jahre sind geprägt vom Bau des Fertigteilwerks in Immenreuth, dem Aufbau der Geschäftsstelle in Marktredwitz und schließlich dem Umzug des Firmensitzes und der Hauptverwaltung nach Bayreuth. 1983 wird offiziell die heutige Bauunternehmung „W. Markgraf GmbH & Co KG“ gegründet.

Die 1990-er Jahre sind wichtige Meilensteine der Unternehmenshistorie. In diese Zeit fallen zukunftsweisende Schritte wie die Zertifizierung des Führungssystems Markgraf (1996), die Zertifizierung nach dem Ethikmanagement der Bauwirtschaft e. V. (1996) sowie der Ausbau des Logistikzentrums Immenreuth und die Gründung eines Büros in Leipzig. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden Geschäftsstellen in Nürnberg, Weiden und Zwickau aufgebaut. Seit 1998 operiert MARKGRAF auch in wichtigen europäischen Ländern.

Die großen Leistungen von Dr. Gerhard Markgraf erfahren vielfältige Würdigungen, beispielsweise mit der Verleihung der Würde eines Dr.-Ing. E.h. durch die Technische Universität München 1996. Dr. Gerhard Markgraf war von 1993 bis 1997 Präsident des Bayerischen Bauindustrieverbandes e. V., gleichzeitig Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie sowie unter anderem Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Oberfranken von 1983 bis 1991.

„Mein Vater war in vielerlei Hinsicht ein sehr kreativer Mensch – er konnte Entwicklungen gestalten, aber auch seine Kreativität dazu nutzen, um den Gesamtüberblick zu behalten, erst dadurch sind ganzheitliche Lösungen möglich. Seine Entscheidungen für's Unternehmen hat er stets in Verantwortung allen Mitarbeitern gegenüber getroffen. Seine Devise lautete: Ein Unternehmer, der nicht auch verantwortlich für seine Mitarbeiter handelt, der handelt ausgesprochen dumm.“

Rainer W. Markgraf
Geschäftsführender Gesellschafter bis zu seinem Tod am 18. März 2015

Die neue Ära

Das neue Jahrtausend beginnt mit einer personellen Veränderung: Rainer W. Markgraf wird 2001 stellvertretender Geschäftsführer. Bereits einige Jahre vorher wurden weitreichende Entscheidungen getroffen. So wandelte sich der Hochbau von einem Rohbauunternehmer in einen Generalunternehmer. Damit wurde eine wichtige Weiche für den nachhaltigen Erfolg gestellt.

Seit 2010 wurde die Geschäftsführung mit Dipl.-Ing. (FH) Karl-Günter Krauß und Dipl.-Ing. (FH) Winfried Praller erweitert. Sie verantworteten die operativen Geschäftsbereiche Tiefbau und Hochbau. Rainer W. Markgraf war als geschäftsführender Gesellschafter für die kaufmännische Geschäftsführung verantwortlich.

Seit 01.10.2015 führen die Geschäfte der Unternehmensgruppe Dipl.-Ing. (FH) Winfried Praller, Dipl.-Ing. (FH) Thomas Löw und Liborius Gräßmann. Mit der Berufung von bewährten Führungskräften zu Geschäftsführern wird auf personelle Kontinuität und Stabilität gesetzt. So soll die erfolgreiche Bauunternehmung auch in Zukunft zu den führenden Firmen der Baubranche gehören und im Sinne des früheren Inhabers und Namensgebers der Rainer Markgraf Stiftung fortgeführt werden.

Heute ist MARKGRAF mit über 900 hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf rund 180 Baustellen im Jahr präsent.

„Ich sehe MARKGRAF im Jahr 2050 nicht in China und nicht im Arabischen Raum – auch Asien würde ich bezweifeln. Europa bietet meiner Einschätzung nach genügend Beschäftigungsraum, um das Unternehmen in der jetzigen Größe fortführen zu können.“

„Ein Unternehmer muss seinen guten, loyalen und flexiblen Mitarbeitern auch die Möglichkeit geben, unbesorgt ihr eigenes Leben gestalten zu können. Letztendlich wird davon das gesamte Umfeld – und damit auch der Arbeitgeber – profitieren.“

Rainer W. Markgraf
Geschäftsführender Gesellschafter bis zu seinem Tod am 18. März 2015